Samstag, 7. Oktober 2017

Die Kirche von Sankt Willibrordus

Hallo ihr Lieben,
wie schnell doch die zeit vergeht.
Das Hinkebein ist wieder zuhause in Deutschland, 
und Maureens Hand geht es auch deutlich besser!

Anjas Resumé: Geplant war das so nicht, 
aber als Hinkebein wird man auf Flughäfen und im Flieger arg bepuschelt.
Das nun wieder war Glück im Unglück und eine schöne Erfahrung.

Und ausserdem hat sie schon gedroht wiederzukommen. 
Dieses Mal dann ohne Gips.
:o)

Heute morgen gab es ein heftiges Gewitter 
und der Blitz schlug ganz in der Nähe ein.
Zack, war der Strom weg und kam erst nach 1,5 Stunden wieder.
Daher gibt es den Blog heute leicht verspätet...

..update, heute Samstag 7.10.17
.... dachte ich, denn dann fiel der Strom erneut aus 
und kam nicht vor 20 Uhr abends gestern zurück.
Und das Internet war erst heute gegen mittag wieder da.
Der Blitz hatte den Haupt-Trafo bei uns im Dorf getroffen.
Ein Leben ohne Strom und Internet ist möglich. Aber anders.
Ich habe geputzt und nachgedacht, wir sind shoppen gefahren, 
haben bei Kerzenlicht auf der Porch gesessen,
uns unterhalten, den Vollmond bestaunt und Glühwürmchen gesehen.

Vollmond
Erzählen wollte ich Euch aber eigentlich das:

Wir waren in St. Willibrordus unterwegs - 
was für ein Glück, 
und das erste mal in all den Jahren sahen wir sie offen, die Kirche., 
und wir haben die Gelegenheit für eine kleine Besichtung genutzt.

Im Rahmen der 'Kulturwoche' von Curaçao
stand in der Kirche ein distinguierter älterer Herr,
nahm uns sozusagen bei der Hand und zeigte und erklärte uns viel.
Dazu muss man wissen, dass hier 80% der Bevölkerung katholisch ist.
Messen werden gefeiert, und die Kirchen sind recht alt und imposant.
Von aussen sieht man sie oft,
der Innenraum war eine Überraschung für mich.
Aber bitte, seht selbst: 


Natürlich haben wir sofort angehalten und geschaut.
Es war wie eine Zeitreise....
sie ist groß, die Kirche von St. Willibrordus
Im Eingang hingen rechts und links dicke Seile.
Uns wurde erklärt, das linke, kleinere Seil ist für die kleine Glocke im Turm 
und kann von einem Mann bedient werden.
Das Seil rechts, setzt die große Glocke in Schwung, 
und dafür braucht es schon 3 - 4 gestandene Männer!
der Aufgang zum Glockenturm
der Altar im Sonnenlicht

Blick nach links
Blick nach rechts
3 lebensgroße Statuen
Blick in die Sakristei
Das Grab des Kirchenerbauers
Den Pastor, der die neue Kirche in St. Willibrordus bauen ließ,
der die alte Kirche direkt daneben nach deren Fertigstellung abreißen ließ,
hat man so verehrt, dass man ihn in der Kirche selbst beerdigt hat,
obwohl er auf, bzw. während einer Reise auf Aruba verstorben ist.
Und so eine Überführung war in den vergangenen Tagen 
ohne Technik und Kühlmittel schon eine ziemlich große Herausforderung.


Blick zum Eingang
Kinderspielzeug vergangener Tage aus Kalebasse
er ließ es sich nicht nehmen und setzte erfolgreich den Kalebasse-Kreisel in Gang
Blick hinaus auf die Statue des Willibrordus vor dem Eingang
Auch der kleine Jesus hat seinen Platz
DieStatuen in der Kirche von St. Willibrordus sind 
natürlich echtes Handwerk und wirklich beeindruckend.
Wer schon einmal in Williwood ist,
der besucht natürlich auch die Flamingos,
so auch wir!

die Bande schlief....
Das war wirklich toll und ein spannendes Erlebnis.
Alte, sehr alte Schwarz-Weiß-Fotos hingen dort noch auf einer Tafel und zeigten Bilder vom Erbauer, von Kindern und vom Bau.
Diese Insel hat wirklich eine bemerkenswerte Historie.

Ganz etwas anderes -
trotz seiner ebenso bemerkenswerten Historie 
(von den Besitzern nach 8 Jahren allein gelassen 
und nur mit einer Schüssel Salat versorgt)
geht es Captain Cody, dem einäugigen Husky der jetzt bei uns lebt, besser.
Viel besser sogar.
Die Fäden seiner Operationen an beiden Stellen sind gezogen, 
die Augenhöhle heilt sehr gut zu.
Sein noch vorhandenes Auge besticht in hellblau.
Er wird fröhlicher und spielerisch und lebt sich bei uns auf der Ranch gut ein.
UND - Seine Kappe ist ab, er kann jetzt unbeschwerter rumlaufen.
Captain Cody
Wir suchen aktuell einen Futterpaten für Cody.
Wenn jemand monatlich einen kleinen Beitrag für ihn spenden möchte,
sehr sehr gerne, am Ende jeden Jahres 
gibt es dafür auch 
eine offizielle und absetzbare Spendenbescheinigung!

Die Kontaktdaten zu unserem Deutschen Bankkonto findet ihr hier:

https://2aufcuracao.blogspot.com/p/unsere-stiftung.html

Wir wünschen Euch ein schönes Restwochenende
und viiiiiel gute Laune!

Eure Insulaner

Freitag, 29. September 2017

Humor ist....

Hallo Ihr Lieben,
Humor ist... wenn man trotzdem lacht:
Das Lazarett hat Freigang!
Wie es dazu kam? Tja...
Immer schön eins nach dem anderen, 
diese Woche hatte es echt in sich.
Sonntag wollten Anja und Nicole hier auf Curaçao ankommen, 
alles war bereit, das Apartment hübsch gemacht.
Und dann?
Dann geht der Flieger in Düsseldorf wegen Nebels in Amsterdam zu spät hoch und die beiden verpassten ihren Flug nach Curaçao...
Humor ist...
Eine Nacht in Amsterdam verbracht, 
hat es dann am nächsten Tag geklappt,
und ich konnte die beiden Strategen fröhlich vom Flughafen abholen.
Am Dienstag haben wir dann gemeinsam eine kleine Strandtour gemacht.
Aber bitte, seht selbst:
Playa Lagun
Taucher, Wasser-Scooter, hier findet man alles...
er beäugt...
er wird beäugt!
Playa Jeremi
herrlich leer
Kleiner Knip
Miniminimini-Strandbesitzer-Flitzer
das Wasser lockt...
Nicole geniesst...
und Anja umarmt gerade mal das Leben
der große Knip...
meine 3 Grazien....
hier sind wir geblieben und alle auch ab ins Meer....
 Was für ein Glück. Das Meer war herrlich, die Stimmung bestens 
und der Burger fantastisch. 
Rundum ein toller Tag.
Sleep Inn an der Flamingo Area
Am Mittwoch sind wir wieder los gezogen, 
Einkäufe machen, um St. Maarten zu unterstützen.
Vorher haben wir Marianne noch eine Geldspende gebracht 
und beteiligen uns damit an einem Tierfutter-Großeinkauf
für die Tiere von St. Maarten.
da waren alle noch heile....
In Punda gab es dann einen FlipFlop-Unfall.
Anja rauschte ungewollt einen sehr hohen Brodstein runter,
die FlipFlops rauschten sehr unglücklich mit 
und es machte Knacks.
Nur die Harten kommen weit rum,
und so haben wir die geplanten Einkäufe für St. Maarten gemacht 
(Anja blieb im Wagen) und ins Depot gebracht...
ganz schön schwer...
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Notaufnahme
Die Ärztin vermutet einen Bruch.
Liebes Urlaubstagebuch, schrieb Anja, 
An Tag 1 kam ich nicht an, 
und ab Tag 2 meines Aufenthalts,
 bin ich ausgebremst....

An Tag 3 des Aufenthalts, am Donnerstag, bin ich mit Anja dann 
gleich früh morgens ins medizinische Zentrum gefahren, zum Röntgen.
Und siehe da, der Knöchel ist nicht nur an einer Stelle gebrochen, 
sondern gleich an zweien!
Normal kann ja jeder!
Vom medizinischen Zentrum aus 
sind wir nach Otrobanda ins Krankenhaus gefahren.
Lustig wars beim Gipsen.
Anschliessend fuhren wir von Pontius nach Pilatus um Krücken zu kaufen.
Es ist geglückt. Allerdings erst nach mehreren Anläufen.

Als wir nach Hause gehinkt kamen, 
hatte es dort in der Zwischenzeit auch einen blutigen Unfall gegeben.
Cody (unser einäugiger Husky) und Maureen 
hatten während des Trainings 
eine Meinungsverschiedenheit.
Jetzt hat Maureen ein tiefes Cody-Tattoo im rechten Unterarm.
Bisswunden schmerzen fürchterlich.
'Berufsrisiko', sagte Maureen nur lapidar.
Frau Doktor Nicole sorgte im Kloster für die medizinische Erstversorgung 
und betreut Maureens Wunden seither bestens. 

Da die beiden Damen ja auch extra für den Gay Pride auf Curaçao 
aus Deutschland angeflogen waren, 
habe ich den Taxi-Dienst gemacht 
und wir sind spätnachmittags in die Stadt gefahren.
Zu spät... 
der Marsch hatte ohne uns statt gefunden.
Wie viel Glück kann man eigentlich haben ;-)

Und so haben wir ein wenig herumgestanden, 
der Rede unseres Premierministers gelauscht 
und uns anschliessend zur Life-Musik leicht rhythmisch bewegt...

die Emmabrücke mit Regenbogenflaggen!
...der Marsch längst vorbei...
Der Premier spricht (sehr gut übrigens!)
Die Menge johlt...
Humor ist, wenn man trotzdem Spass hat.

So, ihr Lieben,
wir wünschen Euch ein schönes Wochenende
und hoffen für Euch und für uns auf eine gute neue Woche!

Eure gebeutelten Insulaner
:o)

Freitag, 22. September 2017

Weiter geht es mit der Hilfe für die zerstörten Nachbarinseln....

Hallo ihr Lieben,
spät bin ich dran heute, ich weiss, 
wir waren aber auch den ganzen Tag 
im Dienste der Nächstenliebe unterwegs.
Im Moment beschäftigt uns am meisten,
wie wir den Menschen und Tieren auf den zerstörten Nachbarinseln 
so schnell wie möglich helfen können.
Aber eines nach dem Anderen. 

Auch der zweite Großeinkauf mit Babynahrung, Babyartikeln, 
Wasser, Futter, Medikamenten und vielen anderen kleinen Dingen 
wie Batterien, eben alles was Mensch und Tier zum Leben brauchen, 
war anstrengend, aber erfolgreich.
Danke für Eure Spenden!
Ein voller Warenkorb!
So waren wir also los, dieses Mal im Hyper Markt.
Vor allem Wasser wird gebraucht, 
viele Tiere werden damit nicht versorgt, 
weil natürlich der Mensch immer noch vor geht.
Shop till you drop!
2 Wagen auf dem Weg zum Auto
alles rein da!
Abgeliefert wurde im Depot Baumarkt Marchena in Barber, unserem Dorf
Chef vom Baumarkt war sichtlich glücklich.
Aber natürlich machen wir uns viel Gedanken um die Tiere, 
und hier kommt die Sea Sheperd ins Spiel.
Dieses Boot von Umwelt- und Tierschutz-Aktivisten ist heute morgen in den Hafen gekommen und will sich speziell um Tiere kümmern.
Ganz große Not ist auf Dominika und Barbuda.
und diese beiden Inseln läuft die Sea Sheperd als erstes an.
Zeitgleich kümmern wir uns darum, dass die Marine
ebenfalls Nahrung und Wasser für die Tiere auf St. Maarten mit nimmt.
Heute war also angesagt, alles was noch an 
Tier-Nahrung und Wasser auf Lager war,
zum Schiff zu bringen und dort  zu übergeben.
Wir haben die beiden Initiatoren, 
Rescue Paws und iAnimal 
(2 Tierhilfe-Stiftungen hier auf Curaçao) 
als 'Handlanger' und Transporteure unterstützt.
Die Renno Ranch-Flotte tankt erst mal auf!
Die Sea Sheperd und ihr Motto....
Piratös, geradezu ;-)
ein kleines Schiff mit hoch ambitionierter Mannschaft!
Da liegen die letzten Reste
kurze Lagebesprechung
Maureen mit Marianne von Rescue Paws
 Wir packen alle mit an, und dann-
es fehlen Paletten.
Wie gut, dass der PickUp leer ist,
Maureen und ich ziehen damit los zum nächsten großen Supermarkt 
und haben Glück,
wir bekommen die letzten verfügbaren Paletten 
und haben dabei sogar noch einen super Assistenten mit Gabelstapler!
Schön, wenn man helfen kann,
wie auch immer. 
immer mal rein da!
Voll und gesichert...

Organisationsabsprache: Maureen mit einer Aktivistin und Marianne
 Jaaaa, und wer denkt dies war das Ende,
nein, das ist es nicht.
Es sind noch Spenden eingegangen und wir werden nächste Woche 
wieder los fahren und Einkaufen was wir noch bekommen.
So langsam sieht man auch hier in den Supermärkten ab und an leere Regale.

Wer gespendet hat, 
und ich danke hier speziell auch noch mal
Alex und Ansgar, Antje, Zahnarztpraxis Susanne, Ilko und Sabine, 
Georg und Nicole, 
und dem Urs aus der Schweiz -
Kinners, wenn ihr eine Spendenbescheinigung möchtet, 
dann schreibt mich doch bitte kurz an auf U.Renno@web.de 
und gebt mir Eure Adressdaten durch.
Das gilt übrigens auch für Vader Abraham....
:o)

Danke für so viel Solidarität.

Ihr macht es uns möglich, dass wir sehr sehr grosszügig helfen können!
Irgendwann gibt es auch wieder schöne Landschafts- und Strandbilder.
Aber im Moment möchte ich Euch lieber 
an unseren (und durch Eure Spenden auch Euren) Hilfsaktionen teilhaben lassen
.
Gemeinschaft ist wichtig.

Euch ein schönes Wochenende und solidarische Grüße

Eure Insulaner...

PS.
Ach ja, wir haben nebenbei noch hundischen Zuwachs bekommen, 
einen 8 Jahre alten schwer vernachlässigten halb verhungerten Husky,
den wir frisch operiert (er hat ein Auge verloren) zu uns geholt haben...
Aber dazu nur ein Bild und nächste Woche mehr...