Freitag, 12. Oktober 2018

Eine Hühnertour in Banda Riba

Hallo ihr Lieben,
Karin ist wieder mal auf Curaçao.
Und dieses mal hat sie gleich 6 Freundinnen zu Besuch.
Ein guter Grund, den 7 Damen Einblicke in Curaçao zu verschaffen,
die nicht jeder Tourist so einfach hat.
Gewünscht war eine Tour in Banda Riba, also der Stadt.
Der von uns aus gesehen ganz anderen Seite der Insel.
Karins Wunsch war uns Befehl,
und so holten wir die 7 Damen früh morgens im Koral Estate ab, 
um
eine Hühnertour in Banda Riba
zu erleben.
Der frühe Morgen auf der Ranch.
Zunächst fuhren wir auf Schleichwegen nach Tera Corá,
um uns dort in der Panaderia 
mit kleinen Fingerfood Köstlichkeiten auszustatten.
Touren macht nämlich hungrig.
Von dort aus ging es nach Souax, 
dieser beeindruckende Stadtteil 
am Rande Willemstads 
hat so einiges an Überraschung parat. 
Auf den 'Zinnen' von Fort Nassau
machten wir die ersten Fotos.
Gute Laune war im Gepäck wie man sehen kann!
Gut gelaunt waren sie von Anfang an, die 'Hühner'
Am Fort Nassau entdeckten wir Sittiche auf Kakteen
und zwischen Kakteen
Im Pops Place erfrischten wir uns
Am Spaanse Water gibt es kleine feine Strände zu entdecken
einsamer Strand
Die Zivilisation (?) ist überall, oder ist es die Gier?
Mittig der Wehrturm von Fort Bekenburg
Unser Fuhrpark
Oben im Fort neben Kanonen noch neue Fundstücke, ein alter Anker
die Natur farbenfroh, der kleine Bohrturm doch recht störend
Kaktusfeigen-Fülle und Kaktusfeigen-Genießer
Trutzig - der Wehrturm, gebaut 1704
Blick von oben
ins Inland
Blick auf einen der farbigen Tümpel
und Weitblick
Dies war mal ein Wasser-Auffangbecken. Mit Dachkonstruktion(!?)
auf dem Berg gegenüber liegt das Quarantänehaus
Ein Gebäude mit schrecklicher Geschichte
Es ist ein gruseliger Ort, 
und niemand fühlt sich hier so richtig wohl.
Im Quarantänehaus wurden die frisch eingeführten Sklaven 
damals einfach in einen Zwischenkeller geworfen.
Wer diese Behandlung und das miese Fr(Essen)
dort 2 Wochen lang überlebt hatte, 
wurde im Erdgeschoss aufgepäppelt
und verkaufsfertig gemacht.
Wie viel Leid und Verzweiflung,
 Trauer, Todesangst
dort war.
Man hat das Gefühl, das sitzt immer noch im Gemäuer. 
Dies ist wahrlich ein Lost Place
Keine von uns hat sich hier wirklich wohl gefühl!
Im Erdgeschoß wurden die Sklaven 'verkaufsfertig' gemacht
Der Zahn der Zeit...
Nach dieser Besichtigung brauchten wir alle unbedingt wieder etwas Fröhliches.
Und vor allem etwas zu Essen...
Wir waren hungrig.
Am eRif wurden wir fündig und fanden alle 
einen hervorragenden Platz im
Restaurant ohne Namen (das heißt wirklich so).
Das ist ein kleines einfaches Fischerrestaurant, ohne jeden Schnickschnack.
Die Stühle sind aus leeren Bierkisten und Brettern gebaut 
und die Tische haben auch schon bessere Zeiten gesehen.
Aber das alles macht nix.
Weil die Atmosphäre genau so sein muss wie sie ist.

Stühle wurden gerückt und Tische zusammen gestellt.
Die Dame des Hauses machte uns extra frisches Awa Lamoenchi.

Wir haben einmal querbeet bestellt, 
was es an Beilagen gab, 
und was der Fang des Tages war.
direkt am Meer
Da sitzt sie, unsere fröhliche Schnatter-Runde!
Zaungäste hatten wir auch
Und dann.... ENDLICH!
Das Essen war köstlich.
Frischer geht Fisch nicht 
und auch die Beilagen, 
Brauner Reis mit Bohnen, Pommes Frites und Frittierte Kochbanane 
waren ein Hochgenuss.
Dazu noch gebratene Kochbanane (die schmeckt wirklich komplett anders)
Und wir waren alle pickpacke-satt.

Anschließend haben wir die Damen zurück nach Koral Estate gebracht 
und noch einen gemeinsamen (Wasser)Absacker getrunken.

Auf meine Frage:
Was war denn das Highlight der Tour??
bekam ich mit leuchtenden Augen geantwortet:
Das Highlight? Das war das Fahren hinten auf dem PickUp.
'Wann macht ma soöbbis sonst no?'
(Verzeiht meine falsche Schreibweise des Schwyzerdütsch) 

Fazit - es war für alle ein toller Tag.
Und selbst Karin hat noch Ecken gesehen, die sie so noch nicht kannte!
----
Die Regenzeit hat angefangen.
Seit Tagen ist Curaçao bedeckt, bewölkt und hin und wieder gewittert es auch.

Und viel Regen haben wir gehabt in den letzten Tagen.
Dieser Oktober ist ausnehmend kühl.
Man hat sogar einmal nur 23 Grad gemessen.

So, ihr Lieben,
Euch ein schönes Wochenende.
Wir grüßen in Eure Richtung
und winken und wedeln und gackern ein wenig ;-)

Eure Insulaner

Freitag, 5. Oktober 2018

Ein Tag auf Klein Curaçao

Hallo ihr Lieben,
letzte Woche haben wir uns einen herrlichen Urlaubstag 
auf Klein Curaçao gegönnt!
Die Regenzeit beginnt dieses Jahr wirklich früh.
Wir wussten also nicht so recht, 
ob wir Glück mit dem Wetter haben würden.
Aber... 
der Reihe nach und von Anfang an.
Postkarten-Idylle
Morgens ging es sehr früh raus aus dem Bettchen. 
Um 5 Uhr war Wecken angesagt.
Wir waren alle noch maulfaul 
und saßen entsprechend schweigsam im Auto.
Ein langer Stau um 6 Uhr morgens in Tera Corá 
brachte unsere gesamte Zeitplanung durcheinander.
Die Nerven waren angespannt,
aber wir haben es trotzdem noch geschafft, 
die Mermaid ist nicht ohne uns abgefahren.
(Und ein paar Nasen kamen sogar noch nach uns angehetzt. 
Bei allen war der Grund der Gleiche: Stau in Weltstadt Tera Corá)
Spanse Water, morgens früh
 Um kurz nach 7 legte die Mermaid ab.
Aus der Bucht, in der die Schönen und Reichen leben, 
ging es ins offene Meer.
Spanse Water
Kaffee! Das machte die Stimmung an Bord besser! ;-)
Nach 1,5 Stunden kam Land in Sicht, ganz weit draußen..
Da ist sie: Klein Curaçao
 Die ersten, die ins Wasser sprangen,
 um die Insel schwimmend zu erreichen,
 waren Maureen und Petra.
Andere folgten.
Rainer und ich machten die Taschenträger 
und warteten geduldig bis wir mit dem Tendern an der Reihe waren.
Frauen und Männer über Bord
 An Land angekommen fiel uns sofort auf, was 2 Jahre davor gefehlt hat.
Soldatschi. 
Haufenweise Soldatschi.
Das sind die kleinen Einsiedlerkrebse 
die in Kolonnen marschieren 
und deshalb hier so genannt werden. 
Massenansammlung
Unglaublich, wie viele....
 Auch die BlouwBlouws waren wieder da!
schöne Farbe!
Diese Augen! 3 Soldatschi teilen sich einen Happen
 Urlaubsreif wie wir sind, 
lagen wir den größten Teil des Tages faul 
auf der Sonnenmatte im Wasser 
oder auf der Liege im Schatten.
Trotzdem habe ich ein paar Eindrücke für Euch mitgebracht:
Das Wrack wird stetig kleiner!
Menschen genießen das karibische Ambiente
frühere Helfer...
Ein traumhaftes Motiv - der verlassene Leuchtturm
Auge in Auge, schöne Tiere
Kletter-Maxe
Endlich klarte das Wetter auf und die Sonne kam ganz durch.
Ganz ehrlich - so ein verhangener Tag hat ja auch was.
Es war nicht zu heiß.
Nur für die Fotos ist das natürlich nicht so schön,
da kommt das Türkis des Meeres nicht so richtig durch!   
Bilderbuch-Strand
Das Wasser ein Traum mit 27 Grad Wärme
Die letzten Menschen werden wieder an Board gebracht...
 Auch ein schöner fauler Tag 
mit leckerem Frühstück und hervorragendem BBQ geht mal zu Ende.
Gegen 3:30 traten wir sonnenverwöhnt und satt den Heimweg an.

Die Einfahrt ins Spaanse Water
Auch unseren Gästen hat nicht nur der Urlaub hier 
sondern auch der Aufenthalt auf Klein Curaçao gut gefallen.
Sichtlich.
Petra und Rainer strahlen um die Wette
Ich kann nur jedem, der Curaçao besucht, 
empfehlen, einen Tagesausflug nach Klein Curaçao mit zu machen.
Curaçao an sich
ist ja gar nicht so 'karibisch', wie man sich das so vorstellt.
Mit langen weißen Sandstränden und Palmen.

Curaçao hat viele kleine wunderschöne Buchten, 
Korallstein-Strände, und Strände mit Sand und Korallstein gemischt,
einen Strand mit schwarzem Sand und auch viel raue Küste.

Für das ultimative Karibik-Feeling 
haben wir ja unsere kleine unbewohnte Schwesterinsel: Klein Curaçao!

Die letzten Tage war der Himmel bedeckt und seit 2 Tagen regnet es.
Auch mal heftiger.
In der Stadt gibt es Überschwemmungen,
das Wasser kann nicht ablaufen.
Wir hier auf dem Land haben da mehr Glück.
Das ist für Petra und Rainer aber genau das richtige Wetter, 
weil der Urlaub zu Ende ist 
und sie wieder zurück nach Deutschland fliegen.

Wir wünschen Euch ein wunderschönes Wochenende,
wo auch immer ihr diesen Blog lest.

Regnerische Grüße
Eure Insulaner!