Freitag, 7. September 2012

Neue Wege

Hallo Ihr Lieben
heute könnt Ihr mit uns wieder karibische Luft schnuppern.
Gleich 3 Themen haben wir für Euch.

Anfang der Woche sind wir für den halbjährlichen Check beim Gesundheitsamt gewesen. 

Mit Hindernissen, wir haben es erst gar nicht gefunden.
2 sehr nette Erlebnisse bei der Suche:

1) Frage an einen auf meinem rudimentären Papiamentu angesprochenen Hotelportier, wo denn das Gesundheitsamt sei, endete mit einem Küsschen auf die Wange (bei mir), einem gehauchten 'isch libbä dirrr' (ja, er spricht auch deutsch ;-)) und einer Skizze wo es lang gehen soll...

2) Immer noch verwirrt verirrt spreche ich 15 Minuten später und auch mit meinem winzigen Papiamentu ganz woanders eine Frau im Dienstwagen eines Elektrokonzerns an, die offensichtlich gerade damit beginnen will einen Auftrag abzuarbeiten...
Sie versucht zu erklären,und sagt dann: 
ach was, fahrt einfach hinter mir her....
und opfert so bestimmt eine gute Viertelstunde, weil wir wieder gänzlich falsch und ziemlich weit weg vom Ziel waren.

Sind diese Menschen hier nett und hilfsbereit!

Ok, und dann waren wir endlich da...

GGD, das Gesundheitsamt
Zunächst sucht man verzweifelt einen Parkplatz, anschliessend holt man sich beim Pförtner seine Nummer ab. 
 Wir hatten die 47 und 48. Warum ich das so detailliert erzähle? 
Die Pointe dazu kommt später... 
Die Behörde, kein Mensch zu sehen, sind wir alleine?
Mit unseren Nummern in der Hand gingen wir in die Wartehalle. 
Dran war die Nummer 35.
Nach einigen verwirrten Momenten belehrten uns freundliche Mitmenschen (und davon standen dort sehr sehr sehr sehr viele) , dass wir ERST zur Kasse gehen und bezahlen müssten. 
Hier geschieht eigentlich nichts ohne Vorkasse.
An der Kasse eine lange lange Warteschlange...
 Danki pa warda - danke für's Warten, 
das ist einer der Sätze die man auf Curacao am Häufigsten hört...
Wir warteten also geduldig, bis - poco poco wie man hier sagt - wir an der Reihe waren und bezahlten unseren Obulus, anschliessend ging es zurück in die Wartehalle . 
Menschenmassen!
Auf dem Display: die Nummer 52
Mit der 47 und der 48 in der Hand wollte ich ins Büro eilen, wurde aber  freundlich und bestimmt von den Mitwartenden aufgeklärt... wer seine Nummer verpasst hat, muß warten bis die nächste Runde kommt (das Display hat 2 Nummern!) 
Wir hatten also plötzlich plötzlich wieder 95 Menschen vor uns in der Reihe.
Das ist tatsächlich so hier, auch wenn wir es kaum glauben konnten. Wir haben dann 2,5 Stunden gesessen und gewartet....

in der Nachbarschaft dort sieht es eher einfach aus
hinter dem Zaun ein Haufen gackernder Hühner
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Neue Wege

Beim Laufen schlägt Maureen jetzt neue Wege ein und hat Euch einige Eindrücke davon mitgebracht
Blick auf unser Zuhause, das winzige Ding am Ende der Kirche ist das Kloster
Dürrezeit, die Wege ausgetrocknet
Bei dem Stein gehts rechts ab
Alles trocken und voll mit Dornen
Die Hunde eifrig mit dabei
fast zugewachsen, gefährliches Laufen
Bitte Platz nehmen ;-)  - Müll im Busch
Ginny inspiziert die Lage
wird Zeit das Regen kommt
Max immer hin und her, wird aber auch so langsam müde
elegante Pfötchenhaltung, kurze Pause
es ist schon karg und die Sonne knallt
Die neuen Wege führen über Stock und Stein und die gesamt Route kostet Maureen fast 2 Stunden, das ist schon heftig bei diesen Temperaturen... 
für Mensch und Hunde!
Aber Kakteengärten....
Hügel....
..und zur Abwechselung mal laufbare breite Wege.. entschädigen
letzte Verschnauf- und Wasserpause vor der Rückkehr
..da wird auch gemeinschaftlich aus einem Napf geschlabbert..
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Die Klosterküche
Wir möchten, das Menschen uns trotz der verstecken Lage auch FINDEN 
und haben 'aufgerüstet'. 
Gleich 2 Natur-Schilder hängen.
Es sind lackierte rund 1,5 m lange Kronblätter unserer Kubanischen Königspalme die neben dem Eingang steht.

eins ist vor der Pforte
Das andere von der Pforte drinnen zu sehen...
Wir möchten, das sich jeder hier WILLKOMMEN fühlt!

Ja, Ihr Lieben, das waren so die Ereignisse dieser Woche.
Wir hoffen, es geht Euch gut und winken, wedeln in alle Himmelsrichtungen.

Wer mag, werfe gerne den ein oder anderen Blick auf die Homepage, da tut sich immer mal wieder was!

Eure 6 Insulaner

Samstag, 1. September 2012

Verstecktes Idyll

Hallo Ihr Lieben,
da ist doch tatsächlich schon wieder eine Woche um. Die Zeit vergeht so schnell, nun sind wir schon über 21 Monate hier auf Curacao.
Ob wir es bislang je bereut haben, wurden wir gefragt.
Ganz klare Antwort: NEIN!
Deutschland ist ein schönes Land, ohne Frage, aber Curacao ist unser Paradies, und das Wetter, das ständig gut ist (oder nahezu! ständig), erhellt einfach das Gemüt.
Ausserdem ist es toll, noch einmal einen ganz neuen Lebensabschnitt zu wagen.
Es ist einfach so anders hier. 
Aber seht selbst:
Abendhimmel vor der Kirche
Hintereingang zum Kloster durch den Busch
Busch mit Wabi
 Diese Wabi sind ganz gefährlich Dinger. Dornen. Aber Mega-Dornen. 
Die können gut bis 5 cm lang werden und bilden dann auch gefährliche Paare. Die Sklaven habe aus Wabi eine Art Gabeln gemacht, 
die Sklavenhalter eine Art Peitsche...

Wabi sind so hart, dass sie in der Lage sind, Autoreifen platt zu machen. 
Und mit diesen Dingern schlägt sich Maureen rum, wenn sie versucht auf dem Weg dem Wildwuchs Einhalt zu gebieten... 
Busch wächst eben immer
Maureena Jones im Einsatz


Ja, und unser Mango-Baum ist fleissig, oben hängt noch ein abgefressener Mango-Kern, unten bilden sich gerade die ersten Blüten, aus denen dann später die neuen Mangos werden.

Die neue Ernte ist im Januar reif
Eines von zwei frisch gepflanzten Bananen-Bäumchen.
Ja, und wieder ein Sonnenaufgang im Kloster
Dieses  Mal ist Shaya bei mir.

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Natürlich auch heute ein kleiner Exkurs über Orte, die man auf Curacao gesehen haben sollte.
Dieses mal schauen wir uns eine kleine versteckte Straße in Otrabanda an. 
Hinter einer großen Firma, direkt am Meer, leben und arbeiten immer noch Fischer wie vor Hundert Jahren. Dieses Mal sind stammen die Bilder aus der Kamera von Tabea, wir sind zusammen dort durch gefahren:


beschaulich 
Haus-Schmuck 
Holz-Hütten 
einfachste Bauweise
PickUp muss sein
geeradezu luxuriös..
Haus an Haus, man gibt sich gegenseitig Halt
liebevoll gepflegt
Stilvolle Veranda 
ABER Meerlage
Palme im Vorgarten
schönes Schiff Choko
Boote
Arbeitsmittel
Auf der Weiterfahrt nach Otrabanda konnten wir die Einfahrt eines großen Luxus-Liners beobachten:

..besucht für einen halben Tag Curacao
 Und dann sind wir in Otrabanda gewesen, eben so schön wie Punda, aber viel seltener gezeigt als die berühmte Handels-Kade:
Otrabanda, aufgenommen aus der gegenüberliegenden Perspektive von Punda

Es gibt auf Curacao sicherlich noch viele so versteckte Idylle wie die Straße der Fischer, man muss sie nur entdecken.
Es scheint wirklich, als ob die Zeit hier stehen geblieben ist.

Die Gesichter, in die man schaut, sind tatsächlich vielfach faltig und zahnlos. 
Die Menschen sind sehr arm dort. 
Aber man sieht nur freundliche fröhliche Mienen und lachende Kinder, liebevolle Eltern, und Fischer die sich mit großer Hingabe der Pflege und dem Erhalt ihrer stolzen Besitztümer wie Haus, Auto, Boot, Netze widmen.
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So, Ihr Lieben, wir wünschen Euch eine gute Woche und grüßen fröhlich in alle Himmels-Richtungen, wo auch immer der Blog gelesen wird!

Maureen und Uschi, Max und Ginny, Ronja und Shaya