Freitag, 16. Dezember 2011

Eine ruhige Woche

Hallo Ihr Lieben,

glücklicherweise hatten wir diese Woche eine ruhige Woche, keine dramatischen Situationen, alles war gut.

Um es gleich vorweg zu sagen, Shaya geht es gut, sie spielt normal mit den Anderen, kläfft Besucher nach wie vor aus sicherer Entfernung an und läßt sich immens gerne füttern und gar leider immer noch nicht anfassen.

Diese Woche habe ich eine Klostertour geführt, Astrid und Matthias aus Bielefeld sind auf der Insel und haben sich von mir den ländlichen Teil Curacaos zeigen lassen.
Und endlich endlich konnte ich auch die wilden Flamingos einmal fotografieren:
scheu wie sie sind, sind da gaaaanz gaaaanz hinten..
Matthias trägt seine Frau über der Schulter... mit Ballerinas kommt man hier nicht weit!
ran gezooooooomt
vorne im Gebüsch sitzt Matthias und zoomt sich die Flamingos heran. Mit deutlich besserer Kamera als ich!
hübsche Tiere, lange Hälse
ich seh dich nicht, ich seh dich nicht!
Natürlich waren wir den ganzen Tag unterwegs und haben nicht nur Flamingos gesehen, auch eines der seltsamsten Häuser dieser Insel, den WaraWara (den Kleinfalken Curacaos, ähnlich einem Großschopf Kara Kara), ein schwarzes Wildschwein, große Leguane und sensationelle Ausblicke.
Wir waren an den schönsten Stränden zum Schnorcheln (Playa Lagun) und am klischeehaften Playa Grosse Knip mit glasklarem Wasser. 
Ein schöner Tag der viel zu wenig Stunden hatte.
Stärkung gab es in der Klosterküche - natürlich!! In Form einer Bananen-Curry-Erdnuß-Suppe, köstlich, gefolgt von Stoba Galina, einem Hühnchenschmortopf mit Pflaumen, Oliven, Kapern und noch ein paar Heimlichkeiten!
es hat geschmeckt, die letzten Saucenreste werden mit Pan aufgekratzt!
Anschließend ging es noch nach Willemstadt, schwimmender Markt, Punda, die Kirche mit der Kanonenkugel drin!
Ach, die Zeit verging viel zu schnell. Es gibt hier so viel zu sehen.
Maureen und ich waren erst zuhause als es schon ganz dunkel war.

Aktuelles aus der Klosterküche findet ihr hier: Klosterküche
Das Klosterappartement informiert hier: Klosterappartement

Es gibt übrigens jetzt endlich auch einen ausführlichen Outdoor Reiseführer über Curacao, mit einem großen Teil über Schnorcheln und Tauchen. Den Link findet Ihr auf dem Blog oben an der Seite oder hier  .

Dieses Buch (auch als eBook erhältlich) haben Freunde von uns geschrieben, ich durfte es schon lesen und fand es großartig! 

Also wer noch ein nettes Weihnachtsgeschenk sucht...der kaufe den Reiseführer als 'Gutschein' für eine Karibik-Reise, wir freuen uns auf Euch.

Aber jetzt winken und wedeln wir erst einmal wieder in Eure Richtung, nämlich Maureen mit Max und Ronja und ich mit Ginny und Shaya







Sonntag, 11. Dezember 2011

Rettungs-Großeinsatz im Kloster

Hallo Ihr Lieben,
Phuuuu, was waren das für aufregende Tage. Wir hatten gestern einen (leider erfolglosen) aber dennoch 5 stündigen Großeinsatz der Feuerwehr hier im Kloster. Erst dieser Wagen, zeitweilig auch noch ein zweiter und insgesamt bis zu 6 Mann haben versucht ein kleines Leben zu retten...

Aber alles von Vorne und die ganze Geschichte. 
Und vorweg: Alles ist Gut, letztendlich, sie ist wieder frei
die ganze Seite noch voll Schlamm, aber glücklich schaut sie schon aus, oder?
Am Freitag nachmittag kam spontan unser Bauleiter mit seiner Tochter vorbei. Das muß Shaya riesige Angst eingejagt haben. Scheu ist ja, anfassen lässt sie sich immer noch nicht. Und ein fremder Mann im Klostergarten, das ging offensichtlich so gar nicht.Notty und Tochter gingen auch nach 15 Minuten wieder.

Erst haben wir nichts gemerkt, dann wurden die Hunde unruhig... dann hörten wir ein Weinen, zählten das Rudel durch und mußten feststellen, dass Shaya fehlt.

Die ist in ihrer Panik in den Wassertunnel geflüchtet, der bei uns unterm Haus lang geht. Nichts half, kein Futter, keine Leckerlies,sie blieb drinnen und weinte.
Die Nacht auf Samstag war sehr unruhig, weil wir wussten das Tierchen steckt da drin und sie hat oft und viel geweint. Und laut!

Am Samstag morgen steckte sie immer noch drin. Maureen hat einen Stock verlängert, einen Haken dran gesetzt und wir haben versucht sie da raus zu bekommen. Extrem schwierig, weil die Porch darüber ist, man nur kriechend zu dem Loch kommt und dann von Mücken zerfleischt wird, sich nicht bewegen kann, und auch kaum was sieht.

Shaya war ganz tief rein gekrochen. Maureen hat sie schon bis auf 2 m zum Ausgang gezogen, dann hat sie sich los geschüttelt und ist wieder 4 - 5 m tief rein gekrochen.
Keine Chance, als wollte sie sich nicht retten lassen.

Dann habe ich rum telefoniert, Tierärzte, Tierhilfe, Tierheim, keiner konnte helfen. 
Aber der gute Rat: Ja, auch auf Curacao ist die Feuerwehr in solchen Notfällen zuständig.
Also habe ich die Brandweer angerufen und 10 Minuten später stand sie einsatzbereit auf dem Kirchenparkplatz. 

9.15: 3 Männer rücken an und sondieren die Lage:
Mannschaftswagen auf dem heiligen Kirchenparkplatz
Da in einem kleinen Loch, ungefähr 4 m weit hinten sass Shaya ganz verkantet
Werkzeug wird gebastelt
Der Chef, strahlt bis zuletzt Zuversicht aus. Nette Kerle alles!
Und dann haben diese Männer alles gegeben. Gute 5 Stunden lang!
Sie haben versucht Shaya raus zu bekommen. 
Zu allerletzt sogar mit dem Hochdruckschlauch. 
Zeitweilig wurden noch Experten der Feuerwehr (das war dann der 2. Wagen auf dem Parkplatz) und ein Tierschutz-Experte dazu gezogen.
Das war an Drama echt nicht zu überbieten.
Wir waren sehr angenehm überrascht über diesen intensiven Einsatz der Antillianer für einen kleinen Hund.

Der Hochdruckschlauch war die letzte Möglichkeit. Und auch damit hat es leider nicht geklappt, Shaya lag zitternd in der Dunkelheit, und wir saßen unglücklich und ratlos rum.
Der Tierschutz-Experte meinte dann, dass es nur noch die Möglichkeit gibt zu hoffen, dass Hunger und Durst die Angst besiegen, und sie von selbst raus kommt. Ignorieren, wenn sie weint, sie einfach vergessen.
Sehr leicht gesagt!

14:30 Uhr: alle Männer rücken ab, traurig dass sie nicht helfen konnten.

Was für ein Nachmittag / Abend... immer wieder ein Weinen, dann stundenlang nichts mehr, die Angst, sie ist gestorben, dann wieder ein Wimmern.
Das ging uns echt an die Nieren!

20:36 Uhr: und dann - 28 Stunden, nachdem sie sich in diesen Tunnel hinein geflüchtet hatte, kam sie wieder raus. 
Dreckig, ein wenig hinkend, voller Blessuren, aber lebend!
endlich draußen!
Man hängt doch mehr an diesen Tieren als man denkt.
Jetzt ist das Rudel wieder komplett. Freude!

Wir danken allen, die mit uns gelitten haben und geholfen haben gestern, die gute Gedanken geschickt haben, im Einsatz hier waren oder die Pfoten gedrückt haben.

So, Ihr Lieben, das war aufregend, wir geniessen jetzt erst mal den schönen Sonntag bei 29 Grad und wolkenlosem Himmel.
Wenn Ihr die Karibik auch mal erleben wollt, wir haben auch ein Appartement.

Bis nächste Woche winken und wedeln Eure glücklichen wiedervereinten Insulaner


Montag, 5. Dezember 2011

Das erste Jahr ist rum auf der Insel!

Hallo Ihr Lieben,
viel passiert in der letzten Woche.
Zum Einen haben wir Jahrestag gehabt auf Curacao, am 28.11.10 sind wir auf der Insel angekommen.
Zum Anderen haben wir Jahrestag mit den Hunden gehabt, seit 4.12.10 haben wir Ginny und Max nun.

Und tataaaaaa, gemeinsam mit Daniela Merz von Sofafotografie haben wir den ersten Flyer für die Klosterküche entwickelt, und damit den Klosterküche Homeservice gestartet: Klosterküche Homeservice

Ihr könnt also ab sofort bestellen!
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Und ansonsten ist das Wetter eher bescheiden, es regnet und regnet und wir frieren bei gerade mal 25 - 27 Grad...
 
Unwetter ziehen vom Meer über die Insel
 ...was die Hunde eher nach drinnen treibt, wo sie meist schlecht gelaunt alle vier im Flur herumlungern und uns vorwurfsvoll angucken, warum wir nicht für besseres Wetter sorgen...
mit Futter könnte man die Laune gewaltig verbessern
 Ja, und morgen wird unser Autochen 1 ganzes Jahr alt. Heute habe ich den Wagen über den TÜV gebracht. PickUps müssen auf Curacao jedes Jahr hin. Was für ein Abenteuer. 
Erst in die Schlange, die Anmeldung abholen (weißes Papier).
 
Dann in die Schlange um zu bezahlen (gelbes Papier).Wohl dem der es passend hat. Ich nicht, ich musste warten, bis so viel Kleingeld zusammen kam, damit sie mir rausgeben konnte. Die Kosten für den TÜV? Umgerechnet ganze 12 Euro!

Mit gelbem Papier und dem Wagen dann in die Autoschlange vor der TÜV-Halle.
Dann nimmt der Prüfer das gelbe Papier und prüft Blinker, Licht und Bremsen. Er geht wichtig einmal ums Auto und fragt: Diesel? Ja, Diesel!
Er macht auf dem gelben Papier einen wichtigen Eintrag und sagt:
Auto parken, da vorne in die Schlange und warten...
 
In der vierten und letzten Schlange bekommt man dann seine begehrte Karte mit dem gelben TÜV Bericht angetackert.
 
Ende Gelände.
Spannend.
Andere Länder andere Sitten.

Bis  zum nächsten Mal dann...

Es grüssen Eure Insulaner

Samstag, 26. November 2011

Wet! Wet! Wet!

Hallo Ihr Lieben, 
wenn die letzte Woche auch ruhig war, in dieser haben wir allerlei erlebt.
Es ist ja Regenzeit hier auf Curacao, und die hat ihrem Namen wirklich alle Ehre gemacht.
Wir haben Starkregen gehabt. Mega. Stark. Regen!
Der ganze Klostergarten stand unter Wasser und das neue Dach ist an mindestens 4 Stellen immer noch nicht dicht...
Aber schaut selber:
Shaya fand den Tag gar nicht schön...
Das Wasser sammelt sich im untersten Eck
Die Hunde sammeln sich im sichern trockenen Versteck
es läuft mehr und mehr Wasser in den Garten
Die Hunde mögen nicht mehr hin sehen
ca. 1 m unter Wasser
1,20 m unter Wasser und es regnet und regnet weiter
Die Bäume freuen sich über so viel Naß
  Und das ist es dann, die Agave taucht ab...

noch gucken die Spitzen raus
weg ist sie
der einzige, der bei all dem Wasser gelassen bleibt ist Buddha
Die Palme verliert vor Schreck Blätter
 Und Maureen rückt aus den Garten zu retten...

Stock kaputt, Loch in der Mauer wieder frei
raus rauschts....
der Garten leert sich

 Am Tag drauf dann eine neue Bootstour mit Irina, Paul, Krissi und unserem Hausgast Daniel. Los gings bei strahlendem Wetter in Barber, aber ab Willemstad dann war wieder wettertechnisch die Hölle los...
Regen, Regen Regen

noch wird gelacht

man sah nix mehr

Daniel überlegt ob er soll oder nicht...???...!!!

und dann wurde das Boot klar gemacht, denn das Wetter wurde besser

Leinen los

und ab gings, bewölkt zwar noch, aber ohne Regen

Frau Kapitänin Irina als schillernde Gallionsfigur


Wilde Pelikane

und endlich der Namenszug auf der Wacky Jacky

Und das ist der ReiSeeBär von Daniel, der sogar einen eigenen Blog hat, die leere Buddel voll Rum neben sich: Reiseblog

 
Das Steuer
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Und dann gab's Abenteuer Wakeboarden:
kein Snowboard..
Wakeboarden, das erste Mal

Expertenmässig ausgestattet
erst mal die Füße rein kriegen
und dann solls los gehen

ein paar Versuche mit Bruchlandung, aber dann...
sie steht und fährt, super macht Maureen das
super Haltung, voller Freude...
und so ging der Tag dann auch mit spektakulärem Sonnenuntergang zuende

Schön ist es auf dem Spaanse Water

Das war wieder ein super schöner Tag mit Auquasports auf dem Wasser, wenn Ihr es auch mal probieren wollt, Paul und Irina freuen sich auf Anmeldungen: http://www.facebook.com/AquasportsCuracao
und
http://aquasports-curacao.com/

Boot noch fest- und sauber machen, und dann gingen wir alle kaputt und glücklich nach Hause
in der Marina...
Das war ein sehr sehr schöner Tag auf dem Wasser. 
Die schönsten Bilder vom Wakeboarden haben wir übrigens Daniel Dorfer zu verdanken, der Mann hat eine super Kamera und ein ausgesprochen gutes Auge um Bilder zu machen, Danke Daniel für die Genehmigung Deine gelungenen Aufnahmen verwenden zu dürfen!

Nach dieser ereignisreichen Woche winken wir wieder oder wedeln in Eure Richtungen, wo auch immer Ihr diesen Blog lest....
Sonnige Grüße aus Curacao,
Maureen mit Max und Ronja,
Uschi mit Ginny und der immer noch megascheuen Shaya